by Tomasz Solarek | 

Wallabies im Oktober: Kampfgeist, enge Spiele und ein Cup-Coup

Ein intensiver Monat liegt hinter den Goldcoast Wallabies. Die Herren können zufrieden auf den Start in die Saison blicken, mussten bislang nur eine knappe Niederlage hinnehmen, haben sich nach sechs Spieltagen in der Spitzengruppe der Nationalliga B festgesetzt und überzeugten zudem im Swiss Cup. Für die Damen in der Nationalliga 1 verlief der Oktober dagegen schwieriger. Zwei kämpferische Auftritte blieben noch ohne zählbaren Erfolg.

Herren NLB: Sieben Spiele im Oktober – eine knappe Niederlage

Drei Spiele, drei Siege – besser hätte der Oktober für die NLB-Herren kaum beginnen können. Nach dem erfolgreichen Auftakt in Kleinbasel und zuhause gegen Vacallo setzten sich die Wallabies auch beim Auswärtsspiel gegen die Lugano Tigers U23 mit 78:67 durch. Es war allerdings kein Selbstläufer: Die Partie wurde nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte zunehmend physisch und emotional. Die Wallabies behielten jedoch auch in hektischen Phasen die Nerven. Mit 45:28 Rebounds dominierten sie das Duell unter den Körben. Kyle Alcy (17 Punkte), Pavodi Mbemba (16), Maurice Barnard und Glody Mazeko (je 11) waren die erfolgreichsten Werfer.

Weniger souverän, dafür umso dramatischer verlief wenige Tage später das Heimspiel gegen Swiss Central Basketball. Nach einer intensiven Phase mit vier Spielen in zwölf Tagen fehlten den Wallabies phasenweise Energie und offensive Ideen. Drei Minuten vor Schluss lagen sie noch mit 50:57 zurück. Dann leitete Maurice Barnard mit zwei Dreiern die Aufholjagd ein. Eine starke Teamverteidigung, ein wichtiger Korb von Kyle Alcy und zwei verwandelte Freiwürfe von Barnard nach einem Ballgewinn von Pavodi Mbemba besiegelten den Last-Minute-Sieg zum 60:57. Mbemba überzeugte mit 15 Punkten und zehn Rebounds, Barnard und Alcy steuerten je zwölf Punkte bei. 

Beim Auswärtsspiel gegen Groupe E Académie Fribourg folgte der erste kleine Dämpfer. Mit 73:74 mussten sich die Wallabies ganz knapp geschlagen geben. Ausschlaggebend waren vor allem 21 Ballverluste, die Fribourg zu 26 Punkten nutzte, sowie eine Freiwurfquote von weniger als 50 Prozent. Bester Wallabies-Werfer war Libe Makala mit 20 Punkten.

Zum Monatsabschluss setzten sich unsere Herren schliesslich zuhause gegen die Gäste von BC Boncourt mit 54:43 durch. In einer lange ausgeglichenen Partie, die offensiv kein Leckerbissen war, sorgte ein 12:0-Lauf im Schlussviertel für die Entscheidung. Boncourt gelangen im letzten Abschnitt nur noch fünf Punkte. Kyle Alcy verbuchte mit 14 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double, Maurice Barnard steuerte zehn Punkte zum „Arbeitssieg“ bei.

Erfreulich lief es bislang auch im Patrick Baumann Swiss Cup. Nach dem deutlichen 100:49-Auswärtssieg gegen STB Bern (NL1) am Monatsanfang wartete im Sechzehntelfinale mit den Starwings Basel ein Gegner aus der Nationalliga A. Die Wallabies zeigten gegen den höherklassigen Gegner viel Kampfgeist und setzten sich in einer spannenden Partie mit 69:64 durch. Nach zwischenzeitlich komfortabler Führung kamen die Starwings zwar noch einmal gefährlich nahe heran. In der entscheidenden Phase übernahm jedoch Team-Captain Glody Mazeko Verantwortung und erzielte die letzten fünf Punkte seines Teams. Kyle Alcy (18 Punkte, zehn Rebounds und vier Blocks), Maurice Barnard (17 Punkte) und Libe Makala (14 Punkte und zehn Rebounds) prägten den Erfolg. Damit qualifizierten sich die Wallabies für das Achtelfinale und treffen dort auswärts auf Ligakonkurrenten Meyrin Basket.

Damen NL1: Kampfgeist ohne Lohn

Für die Damen standen zuletzt zwei Meisterschaftsspiele auf dem Programm. Beim Auswärtsspiel gegen GC Zürich U23 unterlagen die Wallabies mit 45:52. Nach einem ausgeglichenen Beginn konnten sich die Gastgeberinnen im zweiten und dritten Viertel etwas absetzen. Im Schlussabschnitt zeigte das Team von Headcoach Chris Bart-Williams eine starke kämpferische Leistung und kam noch einmal bis auf vier Punkte heran. Trotz starker Defensivleistung reichte die Aufholjagd jedoch nicht mehr. Nejla Muminovic war mit 14 Punkten erfolgreichste Werferin.

Auch im Heimspiel gegen BC Arlesheim Espoir fehlte am Ende nicht viel. Nach einem schwierigen Spielverlauf kämpften sich die Wallabies im Schlussviertel zurück. Mit dem letzten Angriff der regulären Spielzeit bot sich sogar die Chance auf den Sieg, der entscheidende Korb wollte jedoch nicht fallen, so ging es beim Stand von 47:47 in die Verlängerung. In dieser setzte sich Arlesheim dank grösserer Routine und Treffsicherheit mit 59:49 durch. Die Wallabies nehmen dennoch Positives mit in die nächsten Begegnungen und warten weiterhin auf den ersten Saisonsieg.

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